Autorenseite

János ARANY
( 1817 - 1882 )

» Toldi (1846)
» Die Zigeuner von Nagyida (1852)
» Lyrische Werke (1856)
» Budas Tod (1864)

Biographie

1817 (2. März) in Nagyszalonta (heute Salonta, Rumänien) geboren
1828-1831 Schulzeit in seiner Geburtsstadt, Arbeit als Hilfslehrer, um die Eltern zu unterstützen
1833-1836 zunächst Immatrikulation am Debrecener Kollegium, ab 1834 wegen materieller Not Hauslehrer in Kisújszállás
1835 kurzzeitiges Abenteuer als Wanderschauspieler
1836-1849 Tätigkeit als Hilfslehrer und Notar in seiner Heimatstadt, Eheschließung mit seiner langjährigen Verlobten Julianna Ercsey
1845 gewann mit dem komischen Epos Die verlorene Verfassung den Wettbewerb der Kisfaludy-Gesellschaft und errang landesweite Anerkennung
1848/49 kurzzeitig Soldat im Freiheitskampf, versteckte flüchtende Schriftsteller
1851-1860 Lehrer am reformierten Gymnasium von Nagykőrös
1860 Übersiedlung nach Pest, Redakteur bei literarischen Zeitschriften
1860-1865 Vorsitzender der Kisfaludy-Gesellschaft
1865-1870 Sekretär der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, ab 1870 Generalsekretär
1882 (22. Oktober) in Budapest gestorben

Die Zigeuner von Nagyida
1852

In dem satirisch-komischen Epos kommt Aranys Verbitterung über das Scheitern des ungarischen Freiheitskampfes zum Ausdruck. Bezug nehmend auf eine historische Anekdote beschreibt der Dichter die Belagerung der Burg Nagy-Ida durch die kaiserlichen Truppen im Jahre 1560. Als die Munition und die Lebensmittel zu Ende gehen, beschließen der Burgkapitän Márton Gerendi und seine Besatzung, die Burg heimlich zu verlassen und dem Zigeunerwojewoden Csóri die Macht zu übertragen. Dieser will in Nagy-Ida ein Zigeunerreich errichten. Nach Auseinandersetzungen unter den Zigeunern kommt es zu einem rauschenden Ess- und Trinkgelage und einem Freudenfeuer aus der verbliebenen Munition. Die Kaiserlichen unter General Puk stürmen mit ihren letzten drei Kanonen die Festung und verjagen die Zigeuner.

Budas Tod
1864

Das Heldenepos "Budas Tod" ist ein Teil der unvollendeten Trilogie über die Sagen der hunnisch-ungarischen Frühgeschichte und gliedert sich ein in das epische Programm des Dichters, um eine in der ungarischen Geschichte begründete Identifikationsfolie für ein nationales Bewusstsein zu schaffen. Inhaltlich geht es in dem Epos um den Bruderzwist zwischen dem Hunnenkönig Attila und seinem älteren Bruder Buda, die Brüder übernehmen ihnen wesensfremde Rollen und scheitern. Attila tötet seinen Bruder von hinten und lädt somit die Schuld des Brudermords auf sich und sein Volk.

PDF-Download

Neuigkeiten aus dem UNGARISCHEN LITERARISCHEN LEBEN