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Róbert HÁSZ
( 1964 )

» Der Kende (2006)

Biographie

Der Kende
2006

"Der Kende" ist ein historischer Roman, der Mitte des 10. Jahrhunderts spielt. Nach einer Aufzeichnung schickt Papst Johannes XII. einen Mönch aus Sankt Gallen, einen gewissen Stephanus von Pannonien, im Jahr 963 mit jener Botschaft in das Land der barbarischen Magyaren, jenen ein Bündnis gegen Kaiser Otto vorzuschlagen. Der Mönch erhält für seine Reise eine Brosche, auf der ein Vogel dargestellt ist. Die Ungarn haben die 955 erlittene Niederlage bei Augsburg bereits hinter sich, als der deutsche König Otto I. die ungarischen Heere besiegte (danach haben die ungarischen Raubzüge in Richtung Westen ein Ende, 962 krönt Papst Johannes XII. Otto zum Kaiser). Die Ungarn ziehen aufgrund der Brosche mit dem Vogel die Schlussfolgerung, dass es sich bei dem Gesandten um niemand anderes handeln kann als um Csaba, den einstigen Fürsten aus der Zeit der Landnahme, den Sohn des getöteten Kende Kursan. Einzelne Anführer des ungarischen Stammesbundes, der nach der militärischen Niederlage recht hoffnungslos scheint und im Zerfall begriffen ist, bekommen erneut Hoffnung, das ungarische doppelte Fürstentum vergangener Zeiten wiederherzustellen. Die Geschehnisse verfügen über eine historische Grundlage, der Roman bemüht sich um Authentizität, zugleich lernt der Leser die Ereignisse aus drei verschiedenen Quellen kennen; diese drei Texte, die häufig einander widersprechende Informationen beinhalten, wechseln einander ab. Wir erhalten also gleichzeitig eine der Zeit getreue Handlung und eine auf Unsicherheiten basierende Erzählweise. "Dieser zu einer mythischen, fantastischen Struktur neigenden Geschichtserzählung kann man sich weder mit einem traditionellen, geschichtszentrierten, wirklichkeitsanalogen psychologischen Realismus, noch aus der Richtung der Textliteratur nähern." Sándor Olasz, Kortárs

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