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Márton KALÁSZ
( 1934 )

Biographie

1934 (8. September) in Somberek (Schomberg, Südungarn) geboren
1952 Abitur in Pécs
1953 zunächst Tätigkeit in der Landwirtschaft, dann im öffentlichen Kulturbereich
1957-70 Reporter beim Dorfradio, dann Redakteur beim Európa-Verlag
1964 Stipendiat in Berlin (Ost)
1971-74 Mitarbeiter im Haus der Ungarischen Kultur in Berlin
ab 1970 Tätigkeit für verschiedene ungarische Zeitschriften
1991-94 Leiter des Ungarischen Kulturinstituts in Stuttgart
bis 1991 Vorsitzender der Vörösmarty-Gesellschaft
ab 2001 Vorsitzender des Ungarischen Schriftstellerverbandes

Wichtige Preise:
1971, 1987 Attila-József-Preis; 1983, 1984 Preis des Európa-Verlags; 1984 SZOT-Stipendium; 1987 IBBY-Preis; 1991 IRAT-Niveaupreis; 1994 Mittelkreuz des Verdienstordens der Republik Ungarn; 1995 Sándor-Weörös-Preis; 1996 Literaturpreis Artisjus; 2001 János-Arany-Preis

Viola d'amour
1969

"Viola d'amour", dessen Titel auf den ersten ungarischen Dichter Bálint Balassi rekurriert, sucht er die emotionale Intensität der Persönlichkeit auszuloten. Die 100 achtzeiligen und im Paarreim verfassten Gedichte erschließen die innere Welt der Liebe, konterkarieren diese persönliche Intensität aber durch die komprimierte Strophengestaltung. Márton Kalász hat sich auch als Übersetzer von Günter Kunert, Franz Fühmann, Günter Grass u.a. einen Namen gemacht.

Die Gottesanbeterin
1980

"Az imádkozó sáska" (Die Gottesanbeterin, 1980) verweisen mit einer verknappten Satzstruktur, seltenen bzw. veralteten Wendungen und regionalen Ausdrücken auf den Einfluss der übersetzten Autoren. Die 64 reimlosen Sonette sprechen über einen in der Großstadt lebenden Erwachsenen, der die Tradition seiner dörflichen Vorfahren bewahrt.

Das Unverborgene des Seins
2003

"A lét elrejtetlensége" (Das Unverborgene des Seins) versammelt alte und neue Texte in Form einer "kleinen lyrischen Genealogie" (Lajos Kelemen), die sich aus der Anordnung der Texte ergibt. Für László Rónay, der das Nachwort verfasst hat, lässt sich die Friedlichkeit als bestimmende Weltsicht im poetischen Werk von Kalász ausmachen. Der Dichter versteht darunter, die Welt zu beobachten, das leise Leid zu vernehmen und zu verstehen.

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