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Ákos KERTÉSZ
( 1932 )

» Das verschenkte Leben des Ferenc Makra (1971)
» Zakariás (1990)

Biographie

1932 (18. Juli) in Budapest geboren
1954 Abschluss als Karosserieschlosser und Arbeit bei einem Reparaturunternehmen
1961-1966 Studium an der Philosophischen Fakultät der Budapester Universität
1966 Arbeit als Filmdramaturg

Wichtige Preise:
1966 SZOT-Preis; 1972, 1984, 1992 Attila-József-Preis; 1990 Prämierung „Buch des Jahres“; 1991 Literaturpreis der Kunststiftung
2008 Kossuth-Preis

Das verschenkte Leben des Ferenc Makra
1971

Ákos Kertész hat sich in vielen Genres versucht: Drama und Roman, Novelle und Hörspiel, Filmszenarium und Drehbuch. Sein Hörspiel "Autos und Straßen" (1968) erregte Aufmerksamkeit, der Film "Die Gasse" nach dem gleichnamigen Roman konnte ebenfalls eine lobende Kritik verbuchen. Dennoch scheint der Roman die Gattung zu sein, in der er sich am besten bewegen kann. Ferenc Makra ist Karosserieschlosser in einem Budapester Betrieb. Ein überdurchschnittlicher Mensch, gut aussehend, intelligent, in seiner Arbeit motiviert, künstlerisch begabt, gibt sich wie alle in seiner Umgebung mit einer kleinbürgerlichen Idylle zufrieden. Als er die junge Malerin Vali kennenlernt, wird er mit unkonventionellen Moralvorstellungen konfrontiert, die ihn zugleich schockieren und faszinieren. In der Liebesbeziehung verändern sich Makras Lebensbedürfnisse, denn Vali fordert seinen Intellekt und regt ihn zu schöpferischer Arbeit an. Aber Makra ist nicht fähig, seine eingefahrenen Gleise zu verlassen, um ein neues Leben zu beginnen. Er wählt ein Leben an der Seite einer ungeliebten, unscheinbaren Frau. Ein Leben, in dem sich alles nur um Geld, Kind und Wohnung dreht. Seine Unzufriedenheit versucht er durch gelegentliche "Seitensprünge" zu kompensieren. Als Makra erkennt, dass er sein Leben "verschenkt" hat, begeht er Selbstmord. Kertész hat sich auch schon in früheren Novellen und Romanen mit der Problematik gescheiterter Ausbruchsversuche beschäftigt.

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