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Ildikó Lovas
( 1967 )

» Spanische Braut (2007)

Biographie

Die Schriftstellerin und Journalistin Ildikó Lovas, geboren 1967 in Szabadka (Subotica, Serbien), studierte bis 1991 ungarische Literatur an der Universität von Novi Sad. Seit 1998 ist sie leitende Redakteurin der Literaturzeitschrift Üzenet.

Spanische Braut
2007

In diesem Roman sind zwei Geschichten mit einander verwoben: Die eine stellt die unglückliche Ehe von Olga Jónás, der Ehefrau des Schriftstellers Géza Csáth, in den Mittelpunkt. Die letzten Stunden, das Ende: der Ehemann erschießt seine Frau und begeht Selbstmord. Die andere Geschichte lässt autobiographische Züge vermuten. Hier ist der Focus auf eine junge Frau gerichtet, sie wächst in den siebziger und achtziger Jahren in der Vojvodina auf, am Ende bereitet sie sich auf die Ehe vor, in ihrem spanischen Brautkleid, einem Geschenk aus Paris. Voll Hoffnung sehnt sie sich nach eben jener institutionalisierten Beziehung, die um 1910 das Leben Olgas und ihres Mannes so unerbittlich zerstörte. Dieses Buch ist erotischer Abenteuerroman und Parodie eines Mädchenromans zugleich. Das tragische Schicksal von Géza Csáth, dieser Kultfigur der modernen ungarischen Literatur Anfang des 20. Jahrhunderts, wurde bereits mehrfach thematisiert. Aus weiblicher Sicht, aus der Perspektive seiner Ehefrau, wird hier zum ersten Mal von dieser schicksalhaften Ehe erzählt. "Zwischen den Geschichten von Olga und der jungen Frau liegen Jahrzehnte. Und doch ist das Mädchen keineswegs freier, radikaler, erotisch aufgeschlossener als Olga. Die "Spanische Braut" zeigt uns auch, wie brüchig unsere Überheblichkeit ist, mit der wir glauben, aufgeklärter zu sein als Jugendliche um die Jahrhundertwende, nur weil wir heute 'Fotze' lesen statt 'Kelch'." Zsófia Szilágyi, Litera.hu

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