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András PETŐCZ
( 1959 )

» Fremde (2007)

Biographie

Fremde
2007

Bereits Titel und Untertitel des Romans lassen die unerträgliche Last erahnen, die die Existenz der achtjährigen Anna bestimmt. In ihrer schlichten, fast emotionslos wirkenden, kindlichen Sprache erzählt sie, was mit ihr geschieht. Seit sie denken kann, ist sie auf der Flucht. Ihre Mutter bringt sie rastlos von einem Ort zum anderen, immer in der Hoffnung auf vermeintliche Sicherheit. Dann kommen sie in eine Kleinstadt an der Grenze - noch immer ist nicht klar, wo wir uns befinden. Afghanistan? Irak? Irgendwo am Rand Europas? Alles ist bedrohlich. Angst, Armut. Überall Soldaten, Militär. Das Lügen hat ihr ihre Mutter beigebracht. Nur so kann man überleben. Anna ist allein. Niemand antwortet ihr auf ihre stummen Fragen. Einmal ist die Mutter nicht zu Hause. Anna wird vergewaltigt. Bei einem Anschlag kommt die Mutter ums Leben. Terroristen bringen Annas Schule in ihre Gewalt. Jetzt erst ahnen wir: das Geiseldrama von Beslan. Anna überlebt. Allein wagt sie sich in den kilometerlangen, dunklen Tunnel, Ratten hausen hier. Am anderen Ende soll die Freiheit sein. "Der Roman von András Petőcz vermag ... die Wirklichkeit glaubhaft zu konstruieren. Das ist vielleicht sein größtes Verdienst. Erschütternd." András Rónai, Élet és Irodalom "Ein sehr aktueller - vielleicht zu aktueller - Roman." Tünde Fodor, Spanyolnátha

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